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Sitzt man, mit Kollegen in der Kantine oder in einem Lokal, Bar mit Bekannten, hört was die Menschen beschäftigt, sind es überwiegend Dinge die Angst machen.
Bedrohlich sind möglichst die eigene Position als hilflos definieren.
Am besten läuft das, wenn es etwas von Außen, etwas Fremdes, nicht Berechenbares ist.
 
Mit der Wirklichkeit hat das jedoch nichts zu tun.
Nicht für mich und nicht für Diejenigen die das beschäftigt.
Dabei ist es so einfach etwas anderes wahrzunehmen.
 
Ein Blick aus dem Fenster reicht da oft.
 
Ich möchte oft Kollegen, bekannte mit an dieses Fenster nehmen.
Manchmal mache ich das.
Die Reaktion?
„Ich weiß wirklich nicht wie du zu dieser Einstellung kommst?“
„Liest du denn keine Zeitung?“
 
Nö.
Ich achte in Dankbarkeit auf all die wunderbaren Dinge um mich herum.
Macht einfach mehr Sinn.
 

Warum landen Meteore prinzipiell in Kratern?

Oder wer positioniert Flüsse so, dass sie immer unter einer Brücke durchfließen?

Wer solche Fragen stellt ist in der Lage mit einem der zählenden Meeresbewohnern (der Octoplus) Raumschiffe aus Baumwolle zu fertigen.

Die einzige Frage die sich mir stellt ist, wie viele wundervolle Orte gibt es auf dieser unserer Welt?

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Weil das Leben einzigartig und eben meiner Erfahrung nach nur einmalig ist.

Es gibt Menschen die glauben an Reinkarnation und der damit verbundenen Wiederkehr, es gibt Menschen die glauben an einen Gott und eine Fortsetzung des Seins im Himmel oder in der Hölle.
Ich nicht.
Und selbst wenn, Ich liebe dieses Leben und setzte mich gegen jeden zur Wehr der es beenden will.
Auch dem Mann mit der Sense.
Ich war ungefähr 24 Jahre alt als ich dem Tod zum ersten male begegnete und ihm schlicht eine geballert habe.
Ein Motorradunfall und  ich war einfach zu stur um zu sterben.
Eines schönen Tages, voller Glück und in freudiger Erwartung was der Tag alles noch bringen würde, wurde ich von einem Geisterfahrer gestoppt.
Ich fuhr elegant ein Kurve ziehend von der Autobahn bei Berlin Halensee und freute mich riesig wie sanft und leicht sich die Maschiene in die Kurve legte.
Der Einzylinder wummerte zufrieden unter mir und ich war glücklich das es Elefanten zum steppen bringen konnte.
Am Ende der Kurve kam unversehens ein Mercedes aus der Kurve, er überholte gerade ein anderes Fahrzeug.
Sekundenbruchteile später steckte mein geliebtes, fast noch neues Motorrad in der Haube des Mercedes  und ich flog in hohem Bogen über das Fahrzeug hinweg.
Was dann passierte erzählten mir Augenzeugen.
Der Tank war durch den Aufprall geplatzt und das Benzin mir treu ergeben gefolgt.
Einen Augenblick soll ich fluchend am Boden gelegen haben, dann aufgestanden und voller Sprit auf den mittlerweile ausgestiegen Mercedesfahrer zugegangen sein.
Ich ließ ihn erst gar nicht zu Wort kommen sondern schlug ins Gesicht, kippte dann bewußtlos um.
Ich war nicht auf den Mercedesfahrer wütend, ich war wütend und stinksauer weil er mich aus meinem traumhaften Leben und beinahe umgebracht hatte.
Erst Jahre später wurde mir bewusst was ich eigentlich getan hatte.
Ich hatte Gevatter Sensemann verprügelt.
Es war eine aufregende, eine wunderschöne Zeit, eine Zeit voller Liebe und Abenteuer.
Eine Zeit voller Zuversicht und Plänen, Ideen und Möglichkeiten.
Ich war stinkendsauer das mir das jemand nehmen wollte.
Jemand dem ich schon einmal begegnet war.
Es war noch, meiner Meinung nach , einfach noch nicht Zeit.
Irgendwann gehe ich gern mit ihm, aber nicht Heute.
Und solange kriegt er Prügel.
Es ist mein Leben.
Und ich liebe jede Sekunde, jeden Atemzug, jeden Augenblick.
Der Tod muss warten!

 

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Für mich besteht das Leben aus Möglichkeiten.
Getreu dem Rat meiner Großmutter vermeide ich Unmögliches und Wunderbares mache um den Glauben einen Bogen und träume nicht von Etwaigem.
So schaffe ich es, dieses Leben zu meinem eigenen zu machen und erwerbe Lachfältchen.

vorwärts

Um vorwärts zu kommen veranstalten wir ja so Einiges im Leben.
Wir zurren, zotteln, rucken und schieben wo und wann es nur geht.
Man könnte meinen, das der Drang Sich oder Andere zu bewegen schon vor der Entdeckung des Urknalls in den Genen des Menschen festgelegt wäre.
Nun wäre es doch langsam an der Zeit auch mal eine Richtung festzulegen, oder?

Mee2

Je klarer meine Gedanken, ja klarer ich mir selbst bin, desto klarer kann ich meine Umwelt und das was geschieht realisieren.
Das mit dem Leben, das ist für mich wie beim Brötchenkaufen.
Wenn ich der Verkäuferin nur sage, dass ich etwas zu essen haben will, werde ich einen erstaunten Gesichtsausdruck, aber keine Brötchen bekommen.
Ob ich nun meditiere oder andere Formen benutze um Klarheit in meinem Kopfkino zu bekommen - das bleibt jedem selbst überlassen.
Gottlob habe ich zumindest für mich einen Weg gefunden und gehe nicht mehr selbst hungrig, eine verzweifelte Verkäuferin zurücklassend, aus der Bäckerei.
Mein Weg ist der innere Weg, der der Kampfkunst.
Als ich vor mehr als 20 Jahren damit begann habe ich nicht im Traum daran gedacht, dass mein jahrelanges Üben auch die Backfachverkäuferin um die Ecke Glücklich machen kann.

Mit den Gedanken und der damit verbundenen Klarheit ist es für mich so wie Meister Rinpoche es beschrieb:
Nach und nach werden die Dinge zur Ruhe kommen und ganz natürlich ihren Platz finden.
Genauso, als wenn man eine Hand voll Reis auf eine glatte Oberfläche fallen läst.
Jedes Korn kommt von selbst zur Ruhe.

Danke Meister Rinpoche